8. November: Vielleicht lieber morgen

Vielleicht lieber morgen

USA (2012)


ab 12 Dolby Digital 1,85:1
Regie: Stephen Chbosky
Schauspieler: Logan Lerman, Ezra Miller, Emma Watson
102 Minuten
Die Vorzüge, ein Mauerblümchen zu sein

Die Pubertät stellt eine Herausforderung für alle Teenager dar. Besonders schwer hat es aber der junge Charlie, der sich wegen seiner speziellen Art ohnehin öfter mal den Schikanen seiner Mitschüler ausgesetzt sieht und schließlich durch den Suizid seines besten Freundes komplett auf sich alleine gestellt ist. Briefe an ebendiesen verstorbenen Freund und Literatur­empfehlungen des Englischlehrers reichen als Rückhalt eben nicht aus, um sich den Herausforderungen der High School zu stellen.

Umso bedeutender ist die Begegnung mit Patrick und dessen Schwester Sam, die Charlie in ihre Gruppe aus Andersartigen integrieren. Auch wenn sich die Clique in ihrer ganz eigenen Problemlandschaft zurechtfinden muss, in der mitunter auch Themen wie Homosexualität und Missbrauch verwoben sind, ist es doch gerade die junge Sam, die Charlie hilft, sich seinen Problemen zu stellen und dem Erwachsenwerden im allgemeinen Chaos einen Schritt näher zu kommen.

Für einen Teenie-Film ist „Vielleicht lieber morgen” ein selten intelligentes Stück Kino geworden, das ernsthaftes Interesse an seinen Helden hat und sie nicht als die genreüblichen Halbdeppen darstellt. (Spiegel Online)